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Spezialforschungsbereich (SFB) zum Thema Myeloproliferative Neoplasien

Dem Wissenschaftlichen Leiter des Ludwig Boltzmann Clusters Oncology (LB-CO) und seinem Team ist es gelungen, einen vom Nationalen Forschung-Fonds FWF geförderten Spezialforschungsbereich (SFB) zum Thema Myeloproliferative Neoplasien an der Medizinischen Universität Wien zu etablieren. Neben anderen renommierten Institutionen nimmt auch das Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung (LBI-CR) am SFB teil und stellt mit Prof. Richard Moriggl auch den Vize-Sprecher im SFB. Der neue SFB, welcher im März 2013 starten soll, wird das wissenschaftliche Umfeld und die Kooperationslandschaft rund um den LB-CO und das LBI-CR erheblich und nachhaltig stärken.

Das generelle Ziel dieses SFB (F47) ist es, die komplexe Maschinerie der zellulären, biochemischen und funktionellen Netzwerke, welche der Pathogenese und Progression der MPN zugrundeliegen, verstehen zu lernen und aus den entsprechenden Netzwerkanalysen relevante Target-Muster in den neoplastische Zellen der MPN zu identifizieren. Mit Hilfe dieser Daten sollen dann neue Therapiestrategien konzipiert werden, welche darauf abzielen, das kurative Potential der entsprechenden Medikamente zu erhöhen und somit die Prognose in diesen Patienten zu verbessern. Die Ph+ Chronische Myeloische Leukämie (CML) fungiert in diesem SFB als paradipmatisches Krankheitsmodell. Weitere Modelle, welche schwerpunktmäßig untersucht werden sollen, sind die JAK2 V617-mutierten MPN, die KIT D816V+ Systemische Mastozytose (SM), die Mastzellen-Leukämie (MCL), und die chronische Eosinophilenleukämie (CEL). Das SFB-Konsortium besteht aus einem Team von renommierten und zum Teil führenden Experten auf dem Gebiet der MPN und wird von der Medizinischen Universität Wien aus koordiniert (Sprecher: P. Valent). Neben der Medizinischen Universität nehmen folgende Institutionen teil: das Molecular Center for Medicine (CeMM), das LBI-CR, das Research Institute of Molecular Pathology (IMP), die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Wien) und das Krebsforschungszentrum des St. Anna Kinderspitals. Es ist zu erwarten, dass Resultate, welche im Rahmen des SFB generiert werden, zu einer Verbesserung unseres Verständnisses der Pathogenese der MPN führen werden, und ebenso zu einer verbesserten Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen.

 

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