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Wilhelm Türk Preis der ÖGHO geht an Forscher des LBC ONC

Der Wilhelm Türk Preis der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (ÖGHO) 2015 ergeht an Irina Sadovnik (Medizinische Universität Wien) und Harald Herrmann (Ludwig Boltzmann Cluster Oncology, Medizinische Universität Wien). Ausgezeichnet wurde die Publikation ´Dipeptidylpeptidase IV (CD26) Defines Leukemic Stem Cells (LSC) in Chronic Myeloid Leukemia´ (Blood 2014;123:3951-3962), welche die phänotypische und funktionelle Charakterisierung der Leukämischen Stammzellen in der Ph+ CML beinhaltet. Das Projekt wurde im Rahmen des Ludwig Boltzmann Cluster Oncology (LBC ONC) an der Medizinischen Universität Wien (MUW) durchgeführt. Die Daten wurden bereits mehrfach im Rahmen von internationalen Kongressen präsentiert und ausgezeichnet.

Der Wilhelm Türk Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für Jungforscher/innen auf dem Gebiet der Hämatologie in Österreich. Er wird von der ÖGHO zur Erinnerung an den Österreichischen Hämatologen Wilhelm Türk (1871–1916) einmal pro Jahr verliehen.

Im Zuge ihres Forschungsprojektes konnten Herrmann und Sadovnik das Oberflächenenzym Dipeptidylpeptidase-IV (DPPIV), auch bekannt als CD26, als spezifischen und pathogenetisch relevanten Biomarker auf CD34+/CD38 CML Stammzellen identifizieren. Mithilfe von Anti-CD26 Antikörpern können CML Stammzellen von normalen Stammzellen unterschieden werden was sowohl experimentell von Nutzen ist (Stammzellisolierung) als auch eine klinisch-praktische Bedeutung hat (Diagnostikum). Zusätzlich handelt es sich bei DPPIV (CD26) um ein potentielles therapeutisches Target. Der LBC ONC beschäftigt sich seit 2008 schwerpunktmäßig mit der Charakterisierung von leukämischen Stammzellen in diversen hämatologischen Neoplasien. Die vorliegende Arbeit gilt als entscheidender Beitrag des LBC ONC zur Beschreibung der Leukämischen Stammzellen in der Ph+ CML.