Österreichische Gesellschaft für Stammzellforschung gegründet

Am 20. März 2018 wurde die Österreichische Gesellschaft für Stammzellforschung gegründet. Diese „Austrian Society for Stem Cell Research“ (ASSCR.at) hat das Ziel, die wichtigsten Akteure der nationalen Stammzellforschung zu vernetzen, Forschungsaktivitäten zu bündeln, sowie den Austausch zwischen Wissenschaft, PatientInnen und ÄrztInnen zu fördern.

(c) IMBA

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Die Gründungsmitglieder sind Johann Bauer, Georg Dechant, Frank Edenhofer, Elly Tanaka, Markus Hengstschläger, Dirk Strunk, Peter Valent, Jürgen Knoblich, Katharina Günther. Durch Peter Valent ist das Ludwig Boltzmann Institut für Hämatologie und Onkologie (vormals Ludwig Boltzmann Cluster Oncology) in der Riege der Gründungsinstitutionen vertreten. Die Medizinische Universität Wien, das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA), die Universität Innsbruck, die Medizinische Universität Innsbruck, das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP), die Medizinische Universität Graz und die Universitätsklinik für Dermatologie in Salzburg sind die weiteren Gründungsinstitutionen der ASSCR.at. Zum Präsidenten der neuen Gesellschaft wurde Frank Edenhofer vom Institut für Molekularbiologie der Universität Innsbruck gewählt.

Neue Technologien in der modernen Stammzell- und Organoidforschung bringen völlig neue Chancen für die Medizin und beachtliche Wertschöpfung für die Wirtschaft. Auch in Österreich haben sich bereits wissenschaftliche Gruppierungen etabliert, die Expertise in verschiedenen Bereichen der Stammzellforschung besitzen. Dies reicht von der Grundlagenforschung bis hin zu bereits erfolgreichen klinischen Anwendungen. In anderen europäischen Ländern haben sich bereits große Initiativen zur Vernetzung und Bündelung der Forschungsaktivitäten in diesem aufstrebenden Feld gebildet. Österreich schließt nun mit der Gründung der neuen Gesellschaft für Stammzellforschung auf. 

Ein wesentliches Ziel der Gesellschaft sei es, den interdisziplinären Austausch zwischen WissenschafterInnen, PatientInnen und ÄrztInnen zu fördern und dabei auch PolitikerInnen und MeinungsbildnerInnen miteinzubeziehen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird als wichtige Säule genannt: "Gesellschaftlicher Dialog, Bildungsinitiativen und Informationskampagnen rund um das Thema Stammzellen sollen einer breiten Öffentlichkeit Einblicke geben, Chancen aufzeigen, aber es auch möglich machen, Kritik anzubringen und offene Diskussionen zu führen."